Krafttiere

Aktualisiert: Apr 12



Was genau kommt dir in den Sinn, wenn du an Krafttiere denkst?


Bei mir waren es zunächst Bilder von Menschen, die ich peinlich und eigenartig fand. Frauen mit wehenden bunten Schals die irgendwie vor sich hin säuseln und manchmal fettige Haare haben. Oder Wollsocken in Birkenstocks tragen und komische Farben tragen. Ich habe also konkret an Menschen gedacht, die ich mit dem Wort in Verbindung gesetzt habe. Du kannst dir also vorstellen, dass es für mich eine Überwindung war eine Krafftierreise zu machen, denn so wollte ich nicht sein.


Leider sind einige super Techniken verrufen und ich beobachte es auch viel mit dem Schamamismus und im generellen mit der Spiritualität. Viele Menschen in meinem Umfeld praktizieren solche Techniken heimlich und sprechen nicht darüber, obwohl sie damit sehr viel in ihrem Leben dazu gewinnen konnten. Falls du das auch von dir kennen solltest, das ist wirklich ziemlich normal. Jedoch ist es schade, wenn du dir etwas versagst, womit du ein negatives Bild verbindest, denn damit verpasst du glaube ich viele schöne Dinge in deinem Leben. Und ich schreibe es auch, weil ich immer noch Bereiche habe in denen ich nicht mein Ding mache, weil mein Ego Angst hat dass das ach so tolle und coole Bild von mir dann bröckelt und ich ausgelacht und für verrückt gehalten werde. Doch ganz egal wieviel wir über den Sinn des Lebens diskutieren und überlegen wer Recht hat, sind wir uns doch alle einig, dass wir glücklich sein möchten.


Und? Was sind denn nun diese Krafttiere?


Krafttiere sind Wesen, die du in einer inneren Welt vorfindest und jedes Tier steht für einen Aspekt in deinem Leben. Je nachdem vor welcher Herausforderung du momentan stehst, kann ein so ein Tier dir Unterstützung und Kraft geben, sie leichter und mit mehr Vertrauen zu überwinden. Ich könnte mir vorstellen dass du direkt die Frage im Kopf hast, ob das alles Phantasie ist. Das kann ich dir gar nicht beantworten, aber ich kann dir sagen, dass das was wir uns vorstellen eine unglaubliche Macht über unser Leben hat. Leider probieren wir viel zu selten diese Vorstellung kreativ umzugestalten.


Hier mal ein Beispiel für ein Kind, das Angst hat zu schlafen, weil es denkt dass ein Monster unter dem Bett liegt. Ganz viele Kinder nehmen sich dann ein Kuscheltier oder auch gleich mehrere ins Bett und lassen sich beschützen. Falls das nicht hilft ist es wirklich wie ein Wunder wenn du mit einem Kind eine Krafttierreise machst und nach einem Tier suchen lässt, dass sich unter das Bett legt um das Monster zu vertreiben. Wenn wir dann erwachsen werden verlieren wir den Bezug zu den Stofftieren und irgendwann kommt der Punkt wo fast alle aussortiert werden, denn das ist ja kindisch und überhaupt nicht cool. Vollkommen nachvollziehbar, jedoch auch ein bißchen dumm.

Es gibt übrigens in den meisten Ersthilfekoffern von Feuerwehrmännern, Ärzten und professionell arbeitenden Ersthelfern, nicht grundlos Stofftiere die Menschen in die Hand gedrückt bekommen wenn sie unter Schock stehen. Doch soweit müssen wir das jetzt ja nicht kommen lassen.


Was das tolle an einer Krafttierreise ist, ist dass es doch eh keiner merkt. Du kannst in deiner total erwachsenen Bude hocken und meditieren gehen, was eh total hip ist. Keiner merkt was du da machst. Doch du wirst merken was du gemacht hast, denn es macht erstmal viel Spaß und wenn du dich richtig drauf einlässt kannst du sogar Projekte die dich ängstigen vorantreiben und dir Bestärkung holen, wenn du dich schlecht fühlst.

Stell dir mal kurz eine Situation vor, bei der du dich ängstigst oder zumindest traust du dich nicht. Was genau hast du für Vorstellungen in deinem Kopf? Sind das Bilder von dir wie du versagst, oder dir weh tust? Was hörst du? Vielleicht gibt es viele unterschiedliche Stimmen die dir Sätze einflüstern wie: "Mach das nicht, das ist gefährlich." "Du bist ja eh zu dumm". "Das ist einfach peinlich." "Dafür bist du noch nicht gut genug". - nennt man auch Glaubenssätze. Wenn du dann noch ordentlich Gefühle mit hineinfeuerst ist das Dilemma meistens vorprogrammiert. Schweißige Hände, das GedankenKarussell kreist und lässt dich nicht mehr abrufen, was du eigentlich in uns auswendig kannst. Und das probst du dann täglich aufs Neue wenn du nur daran denkst, mit deinem Projekt nach draußen zu gehen oder deinem oder deiner angebeteten zu sagen, was du empfindest. Solche Situationen kennen glaube ich die meisten von uns sehr gut. Doch was genau bringt dann nun ein Krafttier?


Das Tier kannst du in deiner Vorstellung an deiner Seite haben und es kann dir Mut zusprechen oder an die Aspekte erinnern, für die es steht. Ein Adler zum Beispiel hat einen gestochen scharfen Blick und lädt dazu ein immer wieder in die Perspektive zu gehen, von der ausgehend du eine festgefahrene Situation mit dem nötigen Weitblick betrachten kannst. Ein Wal lädt dazu ein, dass du geerdet bleibst und kann auch dabei helfen mit starken Emotionen zurecht zu kommen. Stell dir doch mal vor du musst einen Vortrag halten und ein Löwe kommt mit dir auf die Bühne und beschützt dich vor Angriffen? Und all das machst du ja nicht öffentlich, sondern ganz allein für dich. Jedoch wird man als Zuschauer merken, dass du viel selbstbewusster bist als sonst und das reicht doch vollkommen aus, oder?


Und all das passiert in deiner Vorstellung und genau deshalb ist es wirklich egal, ob es nur Phantasie ist oder sogar wirklich irgendwo im feinstofflichen Sinne real ist.


Wenn dich das alles neugierig gemacht hat und du Lust hast eine Krafttierreise mit mir zu machen steht dir ab sofort eine Sonderfolge auf meinem Podcast bereit. Du kannst mit Kind und Kegel teilnehmen oder wie schon gesagt heimlich still und leise in einen Raum gehen in dem du ungestört bist und einfach mal ausprobieren, was das mit dir macht.


Ganz herzliche Grüße,


Sylke






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